
Patienten zuerst: VdK fordert smarte, aber faire Digitalisierung
- VdK unterstützt Digitalisierung für bessere gesundheitliche Versorgung
- Klarer Appell: Analoge Optionen bleiben Pflicht, um niemanden auszuschließen
Im Vorfeld des Fachgesprächs „Digitale Elemente des Primärversorgungssystems“ am 19. Februar 2026 im Bundesministerium für Gesundheit (BMGkurz fürBundesgesundheitsministerium) formuliert der Sozialverband VdK Deutschland klare Erwartungen. Der Verband will den öffentlichen Dialog zur Digitalisierung der Primärversorgung bereichern, Impulse setzen und die Bedürfnisse von Versicherten sowie Gesundheitsakteuren sichtbar machen.
Der VdK unterstützt ein patientenzentriertes Primärversorgungssystem, das Versicherte im Alltag optimal begleitet. „Unser gemeinsames Ziel: Menschen sicher durch den Gesundheitsdschungel lotsen, passende Behandlungen schnell ermöglichen und Fehlbehandlungen vermeiden“
, betont VdK-Präsidentin Verena Bentele. Solch ein System reduziert Überbehandlungen und schützt vor unnötigen Selbstzahlerleistungen.
Digitalisierung ist ein wertvoller Baustein in der Gesundheitsversorgung, wenn sie bedarfsorientiert umgesetzt wird. Der VdK begrüßt zentrale Infrastrukturen wie Telematikinfrastruktur (TI), elektronische Patientenakte (ePA) und Telemedizin, vor allem in strukturschwachen Regionen. Sie verbessern Informationsflüsse und Versorgungskoordination, sofern sie barrierefrei, nutzerfreundlich und datenschutzkonform sind.
Wichtig: Digitales ergänzt, ersetzt nicht. Analoge Alternativen müssen bleiben, um niemanden auszuschließen, etwa durch fehlende digitale Kompetenzen oder Zugänge. „Menschen müssen mitgenommen, nicht ausgesperrt werden“
, fordert Bentele. Angesichts ambulanter Versorgungsengpässe erwartet der VdK durch digitale Koordination zudem deutlich kürzere Wartezeiten auf Facharzttermine.
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